Montag, 17. September 2018

Abschalten auf der Insel Juist

Diese Kurzreise war schon länger geplant, hat aber erst jetzt geklappt. Wir haben uns eine Auszeit genommen, in dem wir mit einem kleinen Flieger auf die Insel Juist geflogen sind. Natürlich nicht selbst, sonder haben uns von dem super netten Piloten Stefan Fliegen lassen. Stefan fliegt bei der Vereinigung Aktiver Piloten in Nordhorn. www.vap-flugschule.de


Wir trafen uns morgens um 9:50 Uhr am Flugplatz in Nordhorn. Die kleine Maschine wurde noch kurz vollgetankt und kontrolliert, ob alles in Ordnung ist und dann durften wir schon Platz nehmen. Wir sind mit der Piper PA-28-151 Warrior geflogen.

 
Für den Flug nach Juist haben etwa 45 Minuten gebraucht, da wir ordentlichen Rückenwind hatten. Wir sind in der Luft umgerechnet etwa 300 KM/H geflogen. Wir sind quasi einfach gerade aus Gefolgen, über die Niederlande hinweg. Rechts von mir war die Mayer Werft in Papenburg, Meppen usw zu sehen. Zudem war auf dem Hinflug noch Ebbe in der Nordsee. So konnte man schön das Watt sehen.








Juist in Sicht
 Am Flugplatz auf Juist angekommen, parkten wir das Flugzeug und besorgten uns dann Fahrräder für die Zeit auf der Insel. Ui ju jui... ich und Fahrrad fahren ohne Motor ... puhhh... Ich sag mal so ... da es sehr windig auf der Insel war, war es für mich fast die Hölle. Ich habe es zwar irgendwie geschafft, 18 km zu fahren, allerdings krampfte mir auf der Rückfahrt zum Flugplatz mein linkes Bein so stark, das ich schieben musste. Nur so viel zu Anfang. 





Das geile Fahrrad
Wir fuhren also die Inseln lang, Richtung Ortsmitte nach Juist. Dort waren die Geschäfte noch offen. Ich kaufte mir direkt zwei Magneten und zog mir eine Sammler Münze aus dem Automaten. Dann fuhren wir weiter. Wir hatten auf dem Hinweg nur Gegenwind. Es war zum Heulen. Ich brauchte also erst mal was zu Essen. Denn mein Zucker spielte verrückt. Durch die Anstrengung merkte ich wie ich in, den Unterzucker rutschte und war somit schon unterwegs am Süßes essen. Wir machten gegen 12:15 Uhr eine Pause in einem Restaurant. Dort ließen wir uns einen Seelachs in Dill-Senfsoße und Bratkartoffeln schmecken. Anschließend fuhren wir weiter gegen den Wind Richtung Hammersee. Dort war damals die Teilung der Insel, an Heiligabend. Ich weiß aber das Jahr nicht mehr. Heute sind beide Teile wieder miteinander verbunden.

Hier haben zu Mittag gegessen





Der Hammersee

Fortbewungungsmittel auf Juist, die Pferdskutsche... es gibt keine Auto
Nun machten wir uns auf dem Weg zurück, endlich Rückenwind. Wir fuhren zum Hafen, wo die Fähre die Urlaubsgäste abholte, deren Urlaub wohl vorbei war. Von da aus fuhren wir zum Kurhaus und ab zum Strand.




Die Räder ließen wir oben stehen und gingen zu Fuß zum Strand. Erst mal Schuhe und Socken aus, die Hose hoch gekrempelt und ab zum Wasser. Die Nordsee wartete quasi schon auf unsere Füße ... Das Wasser hatte 17 Grad und war doch recht kalt. Aber mit der Zeit gewöhnte man sich daran. Wir gingen ein Paar Meter durchs Wasser, bis wir uns wieder zu unseren Fahrrädern begaben.









Das Kurhaus von Juist
Schnell noch die Füße sauber gemacht und die Schuhe wieder angezogen, gingen wir noch mal durch die kleine süße Stadt. Allerdings waren die Geschäfte jetzt zu. Wir suchten uns noch mal ein Restaurant aus, um noch mal was zu essen. Diesmal gab es ein Pulled Pork Burger mit Pommes. Der war richtig lecker.




 
Dann mussten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg zum Flugplatz machen. Dort wartete unser Pilot auf uns, um dann zusammen wieder nach Nordhorn zu fliegen.
  


  
Für den Rückflug brauchten wir 1 Stunde, da wir nun Gegenwind hatten. Dafür wurden wir mit einem tollen beginnenden Sonnenuntergang in der Luft begleitet. Einfach toll, da oben zu sein. Die Welt ist da plötzlich so Klein und Friedlich.






In Nordhorn sind wir um kurz nach 18 Uhr Glücklich und zufrieden wieder gelandet. Nun machten wir uns mit dem Auto auf den Heimweg. Was ein toller Tag ... der schreit nach Wiederholung! Und das tun wir auf jeden Fall!

Ihr könnt gerne auch ein Video zu dem Tag ansehen ...

 

Im November Fliegen wir wieder, diesmal aber nur ein Rundflug über Dortmund. Aber dieser wird ganz sicher auch sehr spannend.  
Würdet ihr auch gerne mal Fliegen? Wenn ja, wohin zieht es euch?

Montag, 3. September 2018

Mit dem Netzwerk Organspende NRW beim NRW Tag in Essen unterwegs

Vom 31.08. - 02.09.2018 fand der NRW Tag in Essen statt. Die ganze Stand war voll mit Ständen, Bühnen und Fress- und Getränke Buden. Dies konnten wir uns nicht entgehen lassen und waren mit dem NRW Selbsthilfe Truck und dem Netzwerk Organspende NRW vor Ort. Wir standen auf dem Weberplatz, der leider ein wenig abgeschieden von den anderen Plätzen war.


Das Wetter spielte gut mit und wir waren voll Motiviert, den Menschen das Thema Organspende näher zu bringen. Dafür hatten wir ein tolles Programm auf die Beine gestellt.


Den Anfang machten Konstanze Birkner (Netzwerk Organspende NRW) und Claudia Krogul (Bundesverband der Organtransplantierten e.V.) mit der Begrüßung. Der Moderator Hartmut Glitterberg führte souverän durch das Programm.


Der Pantomime Pomorin begleitete uns super durch den Tag, mit seinem Charme zog der die Menschen an. 


  
Das High Light an dem Tag war allerdings der Besuch von Karl-Josef Laumann Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese Interview könnt ihr euch in meinem Video dazu anschauen und anhören.



Karl-Josef Laumann auf der Bühne

    Unter anderem waren Bärbel Brünger (VDEK),

   Karin und Uwe Görlich (Lebensritter/Die Werbtätigen),

Gabriele Becker (Wiese e.V. Essen), Dr. Ulrike Wirges (Deutsche Stiftung Organtransplantation, Geschäftsführende Ärztin Region NRW),

                    Rudolf Henke (Präsident der Ärtzekammer Nordrhein, 

          Julia-Katharina Lobsch (Lebensritter, Angehörige eines Spenders), 

   Sabine Freude (Prokuristin und Bereichsleitung Spendenakquise der DKMS), 

PD Dr. Thomas Zeiler (Ärztlicher Geschäftsführer DRK-Blutspendedienst West GmbH, 

Claudia Middendorf ( Beauftragte des Landes NRW für Menschen mit Behinderung sowie Patientinnen und Patienten), 
 

Foto: Tina Wacker
Interview mit den Betroffenen Claudia Krogul (Lunge), Marcus Nagel (Lebendspende Niere), Mario Rosa-Bian (Niere) und Ulrike Montine (Leber). Hier könnt ihr euch mein Interview anhören. Danke an Tina Wacker, die das Video aufgenommen hat. 



Tina Wacker und ich ... *grins*

und zum Schluss noch Jochen Brink ( Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.

Durch Tag wurden wir Musikalisch begleitet von "Die Jazz-Steiger" aus Essen. Zum Abschluss haben wir Luftballons steigen lassen, mit den Besuchern zusammen.


Es war ein schöner Tag auch wenn nicht so viele Besucher da waren. Danke an alle die an diesem tollen Tag dabei waren.

Mittwoch, 15. August 2018

Halb Jährliche Kontrolle in der Mukoviszidose Ambulanz

Am Dienstag 14.8.18 war es wieder soweit, meine halb jährige Kontrolle in der Muko Ambulanz im Clemenshospital stand an. Es war auch die erste Kontrolle nach meinem Infekt im März.
Nächsten Monate geht es dann für mich noch zur Kontrolle in die MH Hannover.
  
Zunächst habe ich mich Angemeldet und wurde etwa 30 Minuten später zum Lungenfunktionstest ins Zimmer geholt. Dort wird auch immer Blutdruck, Sauerstoff Sättigung, Gewicht und Größe gemäßen, bevor die Lufo gemacht wird.

Gewicht bin ich bei 53 kg, Größe nur 1,57m, Sättigung lag bei 99 % und der Blutdruck war bei 157/84 Plus bei 90. Mein Blutdruck ist seit der TX ständig erhöht. Den lasse ich jedes Jahr mit einem 24 Stunden Blutdruckmessen Kontrollieren. Also keine Panik jetzt machen. Ich nehme auch 3 x täglich Bluthochdruck Tabletten.
  
Die Lufo war ok, aber ich bin nicht ganz zufrieden. Weil ich einfach schon mal besser war. Der Infekt, dieser Metapneumovirus im März 2018 hat mich echt runtergezogen. Die Lufo mit dem Infekt lag bei einem FEV1 Wert von 94%, vorher lag er bei 121%. Jetzt liege ich bei 110 %. Ich weiß, das ist meckern auf hohem Niveau aber ich hoffe das ich noch mal dahin komme, wo ich mal war. 




Nach der Lufo ging es recht zügig weiter. Diesmal hatte ich eine neue Ärztin. Sie musste sich erst mal in meine Unterlagen einlesen und stellte sehr viele Fragen. Sie war sehr nett und wir verstanden uns gut. Die Chemie stimmte zwischen uns.


Nach dem Abhören der Lunge und dem Abtasten des Bauches (Abdomen), wurden noch Nasen und Rachen Abstriche gemacht. Im Anschluss wurde noch Blut abgenommen. Dabei war ich noch am Morgen bei meinem Hausarzt zum Blutabnehmen. Naja, aber in der Klinik werden ja doch noch mal viel mehr Werte abgenommen, als nur das Blutbild. Jetzt werden auch die Vitamine und andere Wichtige dinge noch bestimmt.
  
Und weil wir gerade so schön in Fahrt waren, wurde bei mir auch noch mal schnell ein Sono (Ultraschall) vom Bauch, Niere, Leber, Milz, Blase und Schilddrüse gemacht. Das Ganze zog sich etwas hin, dabei waren dann drei Ärzte im Raum und schauten ganz gespannt auf den Monitor um mich von innen zu begutachten. Alles in Ordnung, also Muko Typisch in Ordnung. Natürlich sieht mein Darm nicht so toll aus, wie bei gesunden Menschen. Oder meine Leber, die eh vergrößert ist und dann komische Strukturen hat. Dafür ist die Milz mit 12 cm in einer völlig normalen Größe. Die Nieren sahen gut aus und auch die Schilddrüse war top in Ordnung. Eigentlich sollte ich sogar noch ein Röntgenbild von der Lunge machen lassen. Aber da habe ich abgelehnt und gesagt, dass ich im September in Hannover eh ein Röntgenbild der Lunge lassen machen muss. Somit wollte ich nicht kurz hintereinander, den Strahlen ausgesetzt sein. Mein Arzt war damit einverstanden.
 
Somit war ich um 14:30 Uhr fertig und konnte gehen. Was ich auch dringend musste, den um 15 Uhr hatte ich noch einen anderen Termin in Münster. Zu dem habe ich es dann noch pünktlich geschafft.
 
Die nächste Kontrolle ist dann erst wieder im Februar 2019. Wenn Nix dazwischen kommt. Bei mir weiß man das ja nie!